Haushaltstipp: Besseres Raumklima für Stuttgarter

hitzewelle stuttgart

Die Hitzewelle in Deutschland dauert diese Jahr besonders lange an. Sofern man nicht jeden Tag ins Freibad geht, verbringt man sein Alltag am liebsten im inneren Bereich des Hauses.

In meiner  Stuttgarter Innenstadtwohnung wird die Hitze immer unerträglicher, deswegen suchte ich ein paar einfachen Lösungen, um die Qualität des Raumklimas in meiner Wohnung zu verbessern.

In diesem Artikel erfahren sie, wie sie ihre Behausung am einfachsten runterkühlen und was dabei zu beachten ist.

Raumtemperatur im Sommer

Normalerweise gilt: Je niedriger das Stockwerk, desto kühler die Temperatur im Raum. Die folgende physische Regel ist hier relevant: Warme Luft steigt nach oben, kühle Luft sinkt ab.

Beispiel: Bei einer Außentemperatur von über 30° C herrscht in unserem Erdgeschoss eine Temperatur von ca. 25°C. Der Feuchtigkeitsmesser zeigt mir für die Kellerräume 19° Celsius an. Wenn zwei unterschiedlich warme Luftströme aufeinandertreffen ändert sich das Volumen und die Wasseraufnahmefähigkeit der Luft. Da sich warme Luft ausdehnt, kann sie mehr Wasser aufnehmen.

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Doch wenn sie abkühlt, verliert sie an Volumen und muss überschüssiges Wasser in Form von Kondensation ausstoßen. Folglich bilden sich Wasseransammlungen an den Wänden oder Fenstern. Dieser Effekt ist z.B. Im Badezimmer oder im Winter an den Fenstern zu beobachten.

Vorsicht: Wenn dieser Zustand über längere Zeit hinweg anhält, setzt sich Schimmel in ihrem Haus an. Bei einer Luftfeuchtigkeit von über 70%, wird den Schimmelsporen einen optimales Klima zur Vermehrung geboten! Im Schlimmsten Fall müssen sie sich ein Gerät zur Luftentfeuchtung anschaffen oder einen Raumklima-Fachmann engagieren.

Außerdem wird bei einer hohen Luftfeuchtigkeit unser Wohlbefinden beeinträchtigt: Es verdunstet weniger Schweiß auf der Haut, wodurch sich unser natürlicher Kühlvorgang negativ verändert, und wir die Temperatur als wärmer wahrnehmen, als sie in Wirklichkeit ist (Schwüle).

luftentfeuchter

Doch was heißt das ganze für mich?

Wenn sie versuchen, das Klima (in diesem Fall: Luftfeuchtigkeit) in warmen Räumen unnatürlich zu senken (z.B. mit einer Klimaanlage), kann dies verheerende Auswirkungen auf ihre Behausung haben.

Sie müssen darauf achten, die Temperatur nur schrittweise zu senken und stets die Luftfeuchtigkeit anhand eines Hygrometers im Auge zu Behalten. Zudem ist ein ausreichender Luftaustausch von Vorteil: Die feuchte Luft kann sich mit Trockenluft austauschen, wodurch die Luftfeuchte absinkt.

Als Faustregel gilt: Je Höher die Luftfeuchtigkeit im Raum, desto geringer sollte die Temperatur sein (so kann weniger Feuchtigkeit ansammeln).

Tipps zur Raumkühlung im Sommer

Als erstes fange ich beim Menschen an: Je nach Tätigkeit nehmen sie die Raumtemperatur unterschiedlich war. Wer sitzt, liegt oder anderweitig wenig Energie verbraucht, hat keine Probleme mit Temperaturen bis zu 23 Grad. Wer aber etwas aktiver ist, sich im Raum bewegt oder gerade eine Mahlzeit verspeist hat, kommt schon bei 19% an seine Wohlfühlgrenze.

Hier die Tipps:

Verwenden sie einen Ventilator. Zwar verändert der erzeugte Luftstrom die Luftfeuchtigkeit oder Temperatur nicht, schafft aber für Menschen im Raum ein erfrischendes Raumklima. Der künstliche Wind fördert die Verdunstung von Schweiß, wodurch unser Körüer abgekühlt wird.

Lassen sie die Hitze nicht hinein. Öffnen sich nach 11 Uhr keines ihrer Fenster! Auch im Keller nicht (Gefahr durch Kondensation). Außerdem sollte sie ihre Jalousien und Rollos herunterlassen, sodass keine Sonnenstrahlen den Raum aufheizen können.

fenster

Lüften sie nur in der Nacht und in den Morgenstunden. Dies gilt natürlich nur, wenn die Außentemperatur niedriger als die Innentemperatur ist. Es ist von Vorteil, wenn sie es schaffen, einen kleinen Luftzug zu erzeugen.

Verwenden sie Sonnenschutzfolien, falls sie über keine Verdunkelungsmöglichkeiten verfügen. Die Folien reflektieren die Sonnenstrahlen und lassen sie einfach abprallen.

Essen sie viel Obst und Gemüse. Sie enthalten viel Kalium, ein Mineralstoff, welcher durch Schweiß ausgeschieden wird.

Tragen sie luftige Kleider: Am besten aus fein gewobener Baumwolle. Große Größen sorgen für mehr Luft an ihrer Haut

Schalten sie wärme abstrahlende Geräte aus. Computer, Scanner, TV, Monitore sind alles unnötige Wärmequellen, die den Raum aufheizen.

Fazit

Ich hoffe ihnen hat mein Artikel über das Raumklima im Sommer gefallen. Der diesjährige Stuttgarter Sommer ist noch nicht vorbei! Ich hoffe sie können meine Tipps mit Erfolg anwenden. Falls sie eigene Tipps in ihrem Repertoire haben: Teilen sie sie mir bitte per Email mit, dann füge ich sie dem Artikel hinzu!